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Wie bringt man ausreichend Licht ins Terrarium?
Es ist gerade für Terraristik Anfänger ein schwieriges Thema die passende Beleuchtung für ihr neues Terrarium zu finden. Oftmals bekommt man im Fachhandel eine völlig unzureichende Beratung zur optimalen Beleuchtung fürs Terrarium. Da gerade Bartagamen sehr viel Licht benötigen, hier nun einige Tipps :
Zu allererst möchten wir einmal auflisten welche Lampen der reinen Lichtquelle und nicht als Wärmequelle dienen.
Wir persönlich beleuchten unsere Terrarien mit den neuen T5-Leuchtstoffröhren(Doppelbalken). T5 Balken haben eine sehr hohe Lichtausbeute. Beim Kauf sollte man allerdings darauf achten welche in der richtigen Lichtfarbe zu bekommen,das heisst optimal ist eine Lichtfarbe von 955,da sie einen sehr hohen Farbwiedergabewert (100Ra) und eine Farbtemperatur von 5500 Kelvin hat  die dem natürlichen Sonnenlicht entspricht.
Pro T5 Röhre hat man 54 Watt.
Zusätzlich zu den T5 Leuchtstoffröhren kann man auch Spirallampen ( E27) z.B von Repti Glo 10.0 oder 5.0  verwenden.
Empfehlenswert sind auch HQI/HCI-Strahler. Diese haben eine sehr hohe Lichtausbeute. HQL-Lampen sind zwar preiswerter und geben sehr viel Licht ab, aber leider ist dieses sehr unnatürlich, deshalb ist von HQL eher abzuraten.
Wie bringt man Wärme ins Terrarium?
Hierzu sollte man sich genau überlegen wo man die Sun Spot Strahler genau anbringt. Da im Terrarium verschiedene Wärmezonen herrschen sollten. (Am besten sollte man links oder rechts seine Sonnenplätze im Terrarium anbringen, niemals mittig).
Die durchschnittliche Umgebungstemperatur sollte etwa 30°C betragen.
Unter den Spots, den Sonnenplätzen der Bartagamen, sollte die Temperatur auf 50° C hochgehen, aber nicht mehr als 55° C betragen.
Für die Wattzahl der Spots kann man leider keine Vorgaben machen, weil das von der Terrarieneinrichtung, Standort und vielen anderen Faktoren abhängig ist. Die richtigen Spots zu finden erfordert häufig viele Temperaturtests. Manchmal hilft es schon, wenn man die Sonnenplätze der Bartagamen höher oder tieferlegt bis dort die richtige Temperatur herrscht. Die Bartagamen sollten erst im Terrarium einziehen, wenn die Temperaturen stimmen.
Von Heizkabeln und -matten ist dagegen eher abzuraten, da in der Natur die Wärme von oben kommt und Bartagamen sich einbuddeln um in kühlere Bereiche zu entweichen. Kommt nun die Wärme von unten, muss das sehr irritierend für die Tiere sein, wenn sie graben. Zu erwähnen sind noch die häufig in Zoohandlungen angebotenen Heizsteine. Von diesen ist deshalb abzuraten, weil manche Steine überhitzen und zu Verbrennungen der Bartagamen führen können. Wenn man Heizsteine verwendet, sollte man sie häufig über Stunden testen um einen Defekt auszuschließen. Wenn man sich für solche Wärmequellen entscheidet, sollten diese nur dünn mit dem Bodensubstrat bedeckt sein, damit dort die Bartagamen nicht buddeln können.
Die richtige UV- Versorgung für Bartagamen
Ein äußerst wichtiges Thema, das auf keinen Fall vernachlässigt werden darf, ist die UV-Versorgung von Bartagamen. Bartagamen brauchen regelmäßig sowohl UVA- als auch UVB-Bestrahlung. UVB-Licht wird vom Körper der Bartagamen benötigt um Vitamin D3 zu produzieren, welches wiederum zur Einlagerung von Kalzium in den Knochen verwendet wird. Fehlt die UVB-Bestrahlung oder ist sie nicht ausreichend, dann werden die Knochen der Bartagamen weich. Dies zeigt sich z.B. in Knochendeformierungen (z.B. Buckel auf dem Rücken).
Wir verwenden zur UV Bestrahlung eine 300 Watt Osram Vitalux.
Hiermit werden unsere Bartagamen etwa 3 mal wöchentlich etwa eine halbe Stunde bestrahlt. Darauf zu achten ist das man mindestens einen Abstand von etwa 80 cm bis 1 Meter einhält um Verbrennungen zu vermeiden.
Wir bestrahlen unsere Tiere ausserhalb des Terrariums in extra Plastik Behältern. Die Vitalux wird hängend in einer vorgesehenen Halterung darüber plaziert. Wichtig zu wissen ist auch das die UV Bestrahlung nicht durchs Glas dringen kann.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die optimale Beleuchtung für die lichtliebenden Bartagamen aus einer Kombination aus HQI, Leuchtstoffröhren und Spotstrahlern besteht. Beim Kauf der jeweiligen Leuchtmittel sollte man nicht vergessen, auf die Lichtfarbe zu achten. Das Lichtspektrum sollte möglichst nah an natürliches Tageslicht heranreichen.
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