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Krankheiten

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Krankheiten bei Bartagamen
Hier möchten wir Sie über einige Krankheiten bei Bartagamen aufklären, dennoch ist es ratsam immer einen Tierarzt zu Rate zu ziehen und nicht selbst herumzuexperimentieren.
Das kann dem Tier das Leben kosten!!!´


Rachitis / Osteomalazie
Rachitis ist eine Stoffwechselstörung, die bei jungen Reptilien durch eine mangelhafte Ernährung und/oder eine mangelhafte Versorgung mit UV-B verursacht wird. Sie führt zu irreparablen Verkrümmungen der Knochen, insbesondere der Wirbelsäule, aber auch der Kiefer- oder Gliederknochen. Der Name Rachitis kommt vom griechischen Wort „Rachitis“, was „Wirbelsäule“ bedeutet. Auch bei adulten Reptilien kann es noch zu Schädigungen durch Kalziummangel kommen. Man spricht dann allerdings von Osteomalazie, nicht mehr von Rachitis.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch das Kalzium/Phosphor-Verhältnis des Futters. Dieses sollte etwa 1.2:1 betragen. Nehmen die Tiere zuviel Phosphor auf, kommt es zu einem Abbau von Kalzium aus den Knochen.
Symptome
Durch eine gestörte Aufnahme von Kalzium und Phosphat ins Skelett, härten die Knochen nicht richtig aus und vermögen den Körper nicht ausreichend abzustützen. Dies führt zu den genannten Deformationen. Bei Deformationen der Kieferknochen wird natürlich auch die Nahrungsaufnahme erschwert oder gar verunmöglicht. Weitere auftretende Symptome sind Wachstumsstörungen und Tetanie (krampfartige Störung der Motorik). Tetanie äußert sich bei den Tieren in Bewegungsstörungen, Zucken und Muskelzittern (häufig an den Hinterextremitäten).
Ursache
Rachitis und Osteomalazie werden verursacht durch eine mangelhafte Versorgung mit Kalzium, UVB und/oder Vitamin D3 (1,25 Dihydroxy-Cholecalciferol  1,25 DHCC). Vitamin D3 ist existenziell notwendig für die Einlagerung von Kalzium in die Knochen. Ist Cholcalciferol nicht ausreichend vorhanden, kann das Kalzium nicht in die Knochen eingelagert werden, auch wenn es ausreichend vorhanden ist.
Eine Vorstufe von Vitamin D3 wird den Tieren entweder über die Nahrung zugeführt oder es wird in der Reptilienhaut unter Einwirkung von UV-B selber gebildet und über Hydroxylierung in Leber und Niere zum physiologisch wirksamen 1,25 Dihydroxy-Cholecalciferol  (1,25 DHCC) umgewandelt.
Vorsorge
Da es bis heute keine detaillierten Untersuchungen über den UV-Bedarf von Reptilien gibt, muss man auf Untersuchungen beim Menschen zurückgreifen. Fest steht, dass durch UV-B Vitamin D3 in der Haut gebildet wird, während UV-A das Vitamin D3 zerstört. Da es in der Natur UV-B nicht ohne UV-A gibt, ist hier auch die Begründung zu suchen, dass Wüstenechsen, die sich stundenlang in der prallen Sonne aufhalten, nicht permanent an einer Vitamin-D3-Hypervitaminose leiden.
Je nach Art und Herkunft müssen Reptilien mit ausreichend Kalzium, Vitamin D3 und UV-B versorgt werden. Lichthungrige Steppenbewohner wie z.B. Bartagamen benötigen naturgemäß mehr UV als nachtaktive Echsen oder Regenwaldbewohner, deren Haut vermutlich UV-durchlässiger ist als bei Wüstenechsen. Schlangen, die sich von ganzen Wirbeltieren ernähren, dürften ihren Cholecalciferol-Bedarf ausschließlich über das Futter decken. Der heutige Terraristikfachhandel bietet eine Vielzahl verschiedener Beleuchtungsmittel, um den täglichen Bedarf an UV-B zu decken. Bewährt haben sich vor allem die Mischlichtstrahler Osram Ultra Vitalux und die T-Rex UV-Heat oder die HQI-Lampe "Bright Sun" von Lucky Reptile. Für kleinere Terrarien sind die D3-Energiesparlampen (z.B. TerraSun CL) zu empfehlen. Näheres dazu ist auf meiner Beleuchtungsseite zu finden. Die beste UV-B-Versorgung bietet aber ein gelegentliches Bad im natürlichen Sonnenlicht.
Selbstverständlich ist auch die Zufütterung von Vitamin D3 und Kalzium bei Echsen wichtig. Dazu eignen sich vor allem für Reptilien ausgelegte Vitaminpräparate wie Korvimin ZVT +Reptile, Herpetal Complete T oder Reptivite (auf richtige Dosierung achten), in Kombination mit geriebener Sepiaschale („Tintenfischknochen“). Aber Vorsicht, auch eine Überdosierung von Vitamin D3 ist gefährlich und kann zu Kalziumablagerungen in Organen und Gelenken führen. Leider gibt es bis heute keinen genauen Angaben zur Dosierung von Vitamin D3 bei Reptilien.
Dämmerungs- und nachtaktive Schlangen, die mit Lebendfutter oder frisch getöteten Futtertieren versorgt werden, brauchen nicht zusätzlich mit Vitaminpräparaten versorgt zu werden. Werden hingegen Frostmäuse o.ä. verfüttert, sieht das etwas anders aus.
Außenparasiten
Außenparasiten stellen eine Form der Reptilienkrankheiten dar, mit der früher oder später wahrscheinlich jeder Reptilienhalter konfrontiert sein wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen Krankheiten kann man hier in vielen Fällen selber Maßnahmen ergreifen um der für die Tiere so lästigen und schädlichen Parasiten Herr zu werden.
Milben:
Die Milbenart, die am häufigsten bei Reptilien diagnostiziert wird, ist die Schlangenmilbe „Ophionyssus natricis“. Diese Milbenart kommt weltweit vor und kann für Terrarientiere zu einem ernsten Problem werden. Folgen eines Milbenbefalls können starker Blutentzug, Hautschädigungen und Entzündungen der Bissstellen sein. Krankheitserreger wie Bakterien und Filarien können ebenfalls übertragen werden. Bei der Behandlung von Milben haben wir gute Erfahrungen mit dem dosierten Einsatz von „Frontline“ gemacht. Sanftere Methoden wie das gründliche Einreiben mit Olivenöl machen nur bei einem leichten Befall Sinn. Weitere Behandlungsmethoden könnt ihr bei Eurem Reptilienarzt erfragen. Neben der Behandlung ist der Austausch aller Einrichtungsgegenstände des Terrariums wie Steine, Bodengrund und Hölzer notwendig.
Wurmkrankheiten
Würmer sind langgestreckte, wirbellose Tiere die oftmals parasitisch in oder an anderen Tieren leben. Es gibt verschiedene Arten von Würmern, die verschieden Larvenstadien durchlaufen, welche wiederum verschiedene Wirte benötigen. Um die genaue Art des Wurmbefalls zu bestimmen, ist eine mikroskopische Kotuntersuchung durch einen Tierarzt notwendig.
Fadenwürmer / Nematoden:
Diese Würmer können fast alle Organe befallen. Bevorzugt halten sie sich im Magen-Darm-Trakt und in der Lunge auf. Die Tiere zeigen entgegen ihrer Nahrungsaufnahme körperliche Schwäche, apathisches Verhalten sowie ein Ausblassen der Körperfärbung. Manchmal treten auch Durchfall oder eingefallene Muskelpartien und Augenhöhlen auf.
Bandwürmer/ Cestoden:
Diese Würmer befallen meist den Darmbereich des Tieres. Dem Körper werden dabei wichtige Nährstoffen entzogen. Meist werden durch die Larven die im Wirtskörper wandern große Schäden in Organen und Gewebe angerichtet.
Saugwürmer/ Trematoden:
Diese Würmer treten im Verdauungstrakt, der Harn- und Gallenblase, Niere, Leber, Lunge und im Blutsystem des Tieres auf. Sie können sowohl im Kot als auch im Urin des Tieres nachgewiesen werden. Eine Behandlung dieser Würmer ist äußerst schwierig.
Pilzerkrankungen / Mykosen
Pilze leben von verrottendem tierischen oder pflanzlichem Gewebe oder parasitisch auf oder in Pflanzen bzw. Tieren. Sie vermehren sich durch Sprossung oder Sporen und zwar bevorzugt im feucht-warmen Klima.
Symptome:
Mykosen bzw. Pilzerkrankungen beginnen meist an der Bauchseite des Tieres. Im Anfangsstadium erkennt man dies an abgespreizter oder braungefleckter Beschuppung. Mit fortschreitender Vermehrung bilden sich großflächige verkäsende oder nässende Wunden.
Behandlung:
Der Tierarzt bestimmt zunächst den Pilz und wendet dann ein resistenzgetestetes Antimykotikum an. Bei fortgeschrittener Erkrankung finden Antimykotikum Anwendung. Das Tier sollte in Folge einzeln und vor allem warm gehalten werden. Offene Wunden werden zusätzlich mit Antibiotika behandelt. Die Wunde muss austrocknen und darf daher nicht abgedeckt werden. Das Terrarium muss desinfiziert und ebenfalls mit Antimykotikum behandelt werden, da die Sporen der Pilze sehr widerstandsfähig sein können.
Kokzidien/ Coccidien (Coccidia)
Kokzidien sind mikroskopisch kleine, einzellige Parasiten. Diese können regelmäßig bei Kotuntersuchungen gefunden werden und stellen in geringer Zahl keine große Gefahr für das Tier da.
Durch einen Entwicklungszyklus ohne Zwischenwirt sind Kokzidien der Gattung Eimeria von besonderer Bedeutung bei der Haltung von Terrarientieren, da eine Vermehrung der Parasiten im Terrarium erfolgen kann. Häufig befallen Kokzidien die Leber, die Gallenblase oder die Darmschleimhaut.
Die Erkrankungen durch Kokzidien nennt man Kokzidiosen. Sie kommen bei Haustieren wie Hund, Katze und Kaninchen, aber auch bei Geflügel, Fischen und Reptilien vor. Die Krankheit kann nach erfolgreicher Behandlung rasch abheilen. In besonderen Fällen, z. B. bei Jungtieren oder schwachen Tieren kann sie aber auch tödlich enden.
Anzeichen für eine Erkrankung sind z. B. Durchfall, kein Appetit, die Abmagerung des Tieres oder auch eine verzögerte Entwicklung der Jungtiere.
Die Behandlung erfolgt medikamentös z. B. durch Baycox. Je nach Zustand des Tieres geht die Behandlung auch mit Zwangsfütterung und Flüssigkeitszufuhr einher.
Problematisch bei der Behandlung ist die Verhinderung einer Reinfektion. Die Ansteckungsgefahr für andere Tiere durch Kontakt mit dem Kot oder durch Aufnahme kontaminierten Futters ist sehr groß. Es besteht auch die Gefahr der Wideransteckung durch die Aufnahme der eigenen Oozysten.
Wichtig ist, dass mehrere Wochen lang strenge Hygieneregeln eingehalten werden. Das Terrarium und alle sich darin befindlichen Gegenstände müssen desinfiziert oder ausgetauscht werden. Ebenso muss der komplette Bodengrund gewechselt werden. Da Kokzidien äußerst hitzeresistent sind, ist das bloße Erhitzen von Einrichtungsgegenständen oder Bodengrund in z. B. einem Backofen nicht ausreichend.
Um einem Parasitenbefall vorzubeugen, empfiehlt es sich generell regelmäßig im Abstand von ca. sechs Monaten, Kotproben der Tiere einzuschicken und prüfen zu lassen.
Zunächst möchte ich sagen, dass bei Reptilien davor gewarnt werden muss, Krankheiten selbst zu behandeln. Ziel der nachstehenden Zusammenstellung ist lediglich, Erkrankungen vorzubeugen und frühzeitig zu erkennen.
Legenot
Die Legenot ist eine Krankheit, welche bei Vögeln und Reptilien vorkommt und bei Nichtbehandlung zum Tod des Tieres führen kann. Das Weibchen kann keine Eier mehr legen bzw. hat im Anfangsstadium große Schwierigkeiten mit der Eiablage, da ein oder mehrere Eier im Legedarm oder der Kloake feststecken.
Ursachen hierfür sind z. B. Stress, mangelndes oder zu trockenes Substrat. Auch Vitamin- und Mineralstoffmangel, Kälte (Freilandhaltung), zu häufige Eiablage und Dickleibigkeit, und ein zu junges Alter der Weibchen können Legenot verursachen.
Wird eine Legenot festgestellt oder vermutet, muss das Weibchen schnellstens von einem Tierarzt behandelt werden. Häufig genügt die Gabe eines wehen verursachenden Medikaments, treten jedoch Komplikationen auf, muss das Weibchen schnellstens operiert werden.
Atemwegserkrankungen:
Beschreibung:
Staub und Zugluft, aber auch bestimmte Parasiten (Pentastomiden) können zu Atemwegserkrankungen, z.B. Lungenentzündungen, führen.
Symptome:
Ein häufiges Symptom, was aber oft nicht ernst genommen wird, ist, dass die Bartagame ihr Maul ständig geöffnet hat. Bei gesunden Bartagamen tritt dies nur in bestimmten Situationen auf, wenn es ihr beispielsweise zu warm ist oder sie sich bedroht fühlt.
Es kann auch sein, dass der Bartagame ein Sekret aus der Nase tritt oder sie sogar niest.
Vorbeugende Maßnahmen:
Wichtig ist, dass die Bartagamen niemals Zugluft ausgesetzt sind. Außerdem sollte der Sand im Terrarium nicht zu sehr stauben.
Behandlung:
Behandelt werden muss durch einen Tierarzt, der wahrscheinlich mit Antibiotika gegen die Atemwegsinfektion vorgehen wird.
Häutungsprobleme:
Symptome: Normalerweise ist die alte, abgestorbene Haut der Bartagamen dünn und löst sich in Fetzen. Bei Häutungsproblemen bleibt die alte Haut am Körper. Zehen und Schwanzspitzen können durch alte Hautreste abgeschnürt werden. Ursachen: Zu trockene Haltung, Vitamin C Mangel. Behandlung: Warme Bäder, alte, gelöste Haut vorsichtig mit den Fingern abrubbeln. Bei Vitamin C Mangel ein Stück Kiwi anbieten.
Maulfäule:
Ist schwer zu heilen. Im Maul bilden sich Schwellungen und Eitertaschen. Symptome sind starker Speichelfluss und gerötete Mundschleimhäute. Maulfäule kann durch zu weiche Ernährung (zu viele Früchte) auftreten, auch durch Verletzungen der Schnauze. Es kann auch eine Begleiterscheinung bei Stoffwechselstörungen sein.
Lähmungen :
Lähmungen können durch zu große Beutetiere verursacht werden. Diese können auf die Nerven im hinteren Körperteil Druck ausüben und dadurch Lähmungen verursachen oder das Nachziehen der Beine bewirken. Behandlungsmöglichkeit gibt es dafür eigentlich keine. Man kann es allerdings verhindern, indem man angemessene Beute anbietet. In der Regel sagt man, dass die Beute maximal der Mundbreite der Bartagame entsprechen sollte.
Adenoviren
Der Adenovirus ist ein Virus, der immer häufiger unter Bartagamen auftaucht. Die Bartagame bekommt richtige Krampfanfälle, sie färben sich nicht mehr, fressen nicht mehr, strecken ihren Kopf hoch und verkrampfen sich stark, sie drehen sich um die eigenen Achse, es schaut so aus, als ob die Bartagame einen epileptischen Anfall bekommt. Diese Erkrankung taucht hauptsächlich bei Jungtieren auf im Alter zwischen 4 und 14 Wochen. Es können aber auch adulte Tiere daran Erkranken. Momentan ist es jedoch noch nicht so häufig bei den adulten Tieren aufgetreten, jedoch häufen sich die Vorfälle auch bei diesen.
Das Virus kam schon letztes Jahr häufig in Beständen vor. Die Bartagame ist meistens schlapp und frisst nicht. Außerdem verliert sie schnell an Gewicht und stirbt meistens nach einigen Tagen. Die Tierärzte versuchen die Krankheit zu behandeln, aber bis lange noch ohne Erfolg. Es gibt noch kein Mittel gegen diesen aggressiven Virus und die Tiere sind meist nach wenigen Tagen verstorben. Diese Krankheit kann man nur durch einen direkten Kloaken Abstrich erkennen. Durch was der Adenovirus übertragen wird weis man noch nicht genau.
Da das Virus hoch ansteckend ist sollte man auf strenge Hygiene achten. Man sollte seine Hände sehr gut waschen, schrubben unter sehr heißem Wasser und desinfizieren bevor man an die gesunden Tiere oder an die anderen Becken geht. Denn sonst besteht die Gefahr, dass Sie den Virus auf andere Bartagamen übertragen, und so ihren ganzen Bestand anstecken können.
Das gilt auch, wenn man die Futterschalen, Gegenstände aus diesem Becken anfasst wo die erkrankte Bartagame drin sitzt, alle Gegenstände sollten mit abgekochtem Wasser abgebrüht werden.
Solltet Ihr ein Tier haben mit diesen Anzeichen, so solltet Ihr euch mit dem Tierarzt beraten, und einen direkten Kloaken Abstrich machen. Dies kostet nicht die Welt, aber Ihr wisst dann 100% was es ist. Tut dies zum Wohl eurer Tiere, erkrankte oder tote Tiere sollte man unbedingt Obduzieren lassen, damit man weiß was ist, und sich die Krankheit nicht in eurem Bestand ausbreiten kann.
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